Straßburg (OTS) - EU-Parlamentsbericht zu Energiesteuer verzerrt
Wettbewerb zugunsten von Atomstrom und verteuert Diesel-Kraftstoffe /
Änderungsantrag abgeschmettert /Sieg der Atom-Lobby / Wo sich die
Lobbyisten verbergen / Enge Verflechtungen mit Beamten und Politikern
/Ab sofort unter www.atomticker.eu
Wettbewerb zugunsten von Atomstrom und verteuert Diesel-Kraftstoffe /
Änderungsantrag abgeschmettert /Sieg der Atom-Lobby / Wo sich die
Lobbyisten verbergen / Enge Verflechtungen mit Beamten und Politikern
/Ab sofort unter www.atomticker.eu
Heute stimmt das EU-Parlament in Straßburg über die Besteuerung
von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom ab. "Dabei geht es
nicht nur um eine wesentlich höhere Steuer auf Dieselkraftstoffe,
sondern um eine groteske Bevorzugung von AKW-Betreibern", kritisiert
der unabhängige EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin aus Österreich den
vorgelegten Parlamentsbericht der Luxemburger EU-Abgeordneten Astrid
Lulling.
von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom ab. "Dabei geht es
nicht nur um eine wesentlich höhere Steuer auf Dieselkraftstoffe,
sondern um eine groteske Bevorzugung von AKW-Betreibern", kritisiert
der unabhängige EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin aus Österreich den
vorgelegten Parlamentsbericht der Luxemburger EU-Abgeordneten Astrid
Lulling.
Martin: "Die neue Energiebesteuerung zielt auf den CO2-Ausstoss
ab. Durch einen geschickt getarnten Trick gilt dabei Atomstrom aber
als de facto Kohlendioxid-frei, weil unverantwortlicherweise die vor-
und nachgelagerten Prozesse bei der Stromgewinnung in AKWs nicht
berücksichtigt werden. Dabei kommt es gerade beim Abbau von Uran zur
Herstellung von Brennstäben sowie zu deren Wiederaufbereitung zu
erheblichen CO2-Emissionen.
ab. Durch einen geschickt getarnten Trick gilt dabei Atomstrom aber
als de facto Kohlendioxid-frei, weil unverantwortlicherweise die vor-
und nachgelagerten Prozesse bei der Stromgewinnung in AKWs nicht
berücksichtigt werden. Dabei kommt es gerade beim Abbau von Uran zur
Herstellung von Brennstäben sowie zu deren Wiederaufbereitung zu
erheblichen CO2-Emissionen.
So liegt etwa bei Atomkraftwerken, die mit Uran aus Russland
arbeiten, der CO2-Ausstoss bei 65 Gramm Kohlendioxid je
Kilowattstunde. Das ist 13 Mal mehr als ein Gas-Blockheizkraftwerk
und drei Mal mehr als ein Windpark zur Produktion der gleichen
Strommenge benötigt.
arbeiten, der CO2-Ausstoss bei 65 Gramm Kohlendioxid je
Kilowattstunde. Das ist 13 Mal mehr als ein Gas-Blockheizkraftwerk
und drei Mal mehr als ein Windpark zur Produktion der gleichen
Strommenge benötigt.
Mit diesem Trick können sich die AKW-Betreiber sogar einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber Stromerzeugern verschaffen, die mit
erneuerbaren Energien arbeiten.
Wettbewerbsvorteil gegenüber Stromerzeugern verschaffen, die mit
erneuerbaren Energien arbeiten.
Ein entsprechender Änderungsantrag, der auch den
Kohlendioxid-Ausstoss beim Abbau und der Aufbereitung von Uran sowie
den vollständigen Lebenszyklus des nuklearen Systems in die
Kalkulation aufgenommen hätte, wurde von mir im Wirtschaftsausschuss
des EU-Parlaments eingebracht, aber von der atomfreundlichen
Abgeordneten-Mehrheit abgelehnt.
Kohlendioxid-Ausstoss beim Abbau und der Aufbereitung von Uran sowie
den vollständigen Lebenszyklus des nuklearen Systems in die
Kalkulation aufgenommen hätte, wurde von mir im Wirtschaftsausschuss
des EU-Parlaments eingebracht, aber von der atomfreundlichen
Abgeordneten-Mehrheit abgelehnt.
All dies ist das Ergebnis intensiver Lobby-Arbeit durch
AKW-Interessensvertreter. Wo sie sich in Brüssel verbergen und wie
eng sie mit EU-Beamten und Politikern verflochten sind, wird auf
meiner neuen, aktuellen Internet-Seite www.atomticker.eu
dokumentiert. Da findet sich bereits viel Stoff für weitere Einblicke
und Berichte."
AKW-Interessensvertreter. Wo sie sich in Brüssel verbergen und wie
eng sie mit EU-Beamten und Politikern verflochten sind, wird auf
meiner neuen, aktuellen Internet-Seite www.atomticker.eu
dokumentiert. Da findet sich bereits viel Stoff für weitere Einblicke
und Berichte."
Hinweis: Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen liegen in der
alleinigen Verantwortung der jeweiligen Verfasser und geben nicht
unbedingt den offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments
wieder.
alleinigen Verantwortung der jeweiligen Verfasser und geben nicht
unbedingt den offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments
wieder.
Quelle: OTS
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